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gö_tb_angst_gentechnik
Auf der Homepage des Göttinger Tageblatt gibt es eine Rubrik „Frage der Woche“ hier können BürgerInnen ihre Meinung zu einem relevanten Thema mit einem einfachen Klick auf eine der möglichen Antworten abgeben.
Die Frage dieser Woche lautet: „Müssen wir Angst vor der Gentechnik haben?“
Das Ergebnis ist erschreckend! Nur 41% der bisher Abstimmenden (Von insgesamt immerhin fast 4500) sagen „Ja, die Folgen sind unabsehbar“ und 55% sagen „Nein, vielmehr bietet sie uns große Chancen.“

Woran liegt diese Einstellung?
Liegt es am Durchschnitt der Leser besagter Tageszeitung oder ist dies eine repräsentative deutschlandweite Einstellung?
Machen sich die Leute ernsthafte Gedanken darüber was Gentechnik bedeuten kann oder sind sie einfach nur einseitig informiert?

Herrscht in der Gesellschaft immer noch die Illusion vor, dass mit Gentechnik veränderten Lebensmitteln der Hunger der Welt gestillt werden kann?
Dass das Gegenteil der Fall ist scheint zumindest in Göttingen noch nicht angekommen zu sein.

Sprechen Aufklärungskampagnen und Aktionen von Gentechnikgegnern nur eine Minderheit an? Oder ist der Glauben in die Wissenschaft immer noch so stark und naiv, dass keine Studie hinterfragt wird?

Ich bin enttäuscht von meinen Mitmenschen und hoffe, dass die Göttinger Tageblattleser eines besseren belehrt werden können.

In diesem Sinne, Gentechnik verbieten!

Amüsement!

Ein nettes, kurzes Video von Greenpeace zur Kampagne gegen Waldzerstörung durch Papierfirmen wie Kimberly-Clark in Kanada:

Link


„Wir sind keine Terroristen!“ sagt Herr R. als wir im Auto sitzen und ich mit ihm, dem Koch aus Sri Lanka durch die Stadt fahre.
Herr R. ist Tamil, arbeitet 18h am Tag in zwei unterschiedlichen Deutschen Restaurants. Er bereitet Salate, Würstchen und Pommes zu, was in einer deutschen Kneipe so auf den Tisch kommt.
Heute will er für uns etwas einheimisches Kochen.

In Sri Lanka herrscht Bürgerkrieg und niemanden scheint das mehr so richtig zu interessieren. In den letzten Monaten haben die Kämpfe drastisch zu genommen und jeden Tag sterben Zivilisten. Tausende Menschen bangen täglich um ihr Leben.
Die LTTE (Libaration Tigers of Tamil Eelam) liefern sich im Norden und Osten Sri Lankas häftige Kämpfe mit den Riegierungstruppen; sie wollen „ihr Land“ zurück erobern.
Die Frage nach Recht und Unrecht zu stellen ist müßig, es gibt kein Schwarz-Weiß und Verlierer sind am Ende sowieso alle.

Herr R. möchte für seine Landsleute sensibilisieren. „In Deutschland hört man immer wir seien Terroristen, aber wir Kämpfen nur für unser Recht.“
Er erzählt mir, von den Ungerechtigkeiten, die seinen Verwandten und Freunden wiederfahren seien, dass die Regierung Sri Lankas die Tamilen wie Menschen zweiter Klasse behandeln würde und Arbeit und Ausbildung bekämen bei gleicher Qualifikation auf jeden Fall die Singhalesen und nicht die Tamilen.

Herr R. wünscht sich, dass alle Menschen Sri Lankas wieder glücklich und gleichberechtigt zusammen leben. Es muss Frieden geben und zwar bald.
„Es ist eine sehr schlimme Zeit, das muss sich ändern.“

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Links: BBC ‚Six arrests at Tamil London Demo‘, Live Stream from Tamil London Demo
Wikipedia: Sri Lanka, Tamil Eelam, Tamilen

Auf der Homepage pcglobal.org ist ein neuer Leitfaden mit dem Tietel „Buy IT fair“ von WEED, ver.di und dem Netzwerk ICLEI ‚Äì Local Governments for Sustainability erschienen.
Dieser zeigt, ‚wie öffentliche Ausschreibungen unter Beachtung von Arbeitsrechten und Umweltstandards getätigt werden können.‘
In der Einleitung des Leitfadens heißt es:
„Die zunehmende Digitalisierung der Verwaltung macht Computer zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder Dienststelle. OÃàffentliche Einrichtungen kaufen jaÃàhrlich etwa ein FuÃànftel aller in Deutschland verkauften IT-GeraÃàte. Die Herstellung von Computern geschieht oft unter menschenunwuÃàrdigen Arbeitsbedingungen und zieht erhebliche UmweltschaÃàden nach sich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die MoÃàglichkeiten oÃàffentlicher Verwaltungen auszuloten, Computer unter Beachtung sozialer und oÃàkologischer Kriterien einzukaufen.“

Auf der Homepage pcglobal.org kann man diesen leitfaden runterladen. Ausserdem finden sich hier Vorlagen für Petitionsschreiben an zuständige Behörden.

Auch für Universitäten kann/sollte dieser Leitfaden Relevanz haben, daher ist die Petitionsvorlage auch für einen Brief an die Unileitung geeignet. (Download hier)

RWE will Satire verbieten animiert

Die Werbeagentur Jung v. Matt will der Anti-Atom-Bewegung einen Maulkorb verpassen!
Sie drohen mit Strafanzeige und Schadensersatz forderungen, wenn die Persiflage der RWE-Werbung für „ProKlima-Strom“ weiter verwendet wird!

Deshalb muss diese Aktion jetzt weit verbreitet werden, denn „Die RWE-Agentur hat die Rechnung ohne das Internet gemacht; dort gibt es den so genannten Streisand-Effekt: Der Versuch, Informationen zu verbieten, führt zu ihrer noch stärkeren Verbreitung. (http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt)“ (aus der Facebookgruppe „Für eine neue Anti-Atom-Bewegung! Atomkraft – nein danke!“)

Mehr Informationen und die Grafik zum Download: www.ausgestrahlt.de/atom/rwe

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