„Wir sind keine Terroristen!“ sagt Herr R. als wir im Auto sitzen und ich mit ihm, dem Koch aus Sri Lanka durch die Stadt fahre.
Herr R. ist Tamil, arbeitet 18h am Tag in zwei unterschiedlichen Deutschen Restaurants. Er bereitet Salate, Würstchen und Pommes zu, was in einer deutschen Kneipe so auf den Tisch kommt.
Heute will er für uns etwas einheimisches Kochen.

In Sri Lanka herrscht Bürgerkrieg und niemanden scheint das mehr so richtig zu interessieren. In den letzten Monaten haben die Kämpfe drastisch zu genommen und jeden Tag sterben Zivilisten. Tausende Menschen bangen täglich um ihr Leben.
Die LTTE (Libaration Tigers of Tamil Eelam) liefern sich im Norden und Osten Sri Lankas häftige Kämpfe mit den Riegierungstruppen; sie wollen „ihr Land“ zurück erobern.
Die Frage nach Recht und Unrecht zu stellen ist müßig, es gibt kein Schwarz-Weiß und Verlierer sind am Ende sowieso alle.

Herr R. möchte für seine Landsleute sensibilisieren. „In Deutschland hört man immer wir seien Terroristen, aber wir Kämpfen nur für unser Recht.“
Er erzählt mir, von den Ungerechtigkeiten, die seinen Verwandten und Freunden wiederfahren seien, dass die Regierung Sri Lankas die Tamilen wie Menschen zweiter Klasse behandeln würde und Arbeit und Ausbildung bekämen bei gleicher Qualifikation auf jeden Fall die Singhalesen und nicht die Tamilen.

Herr R. wünscht sich, dass alle Menschen Sri Lankas wieder glücklich und gleichberechtigt zusammen leben. Es muss Frieden geben und zwar bald.
„Es ist eine sehr schlimme Zeit, das muss sich ändern.“

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Links: BBC ‚Six arrests at Tamil London Demo‘, Live Stream from Tamil London Demo
Wikipedia: Sri Lanka, Tamil Eelam, Tamilen