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My answer on Quora: „In my opinion, social media played a major role to the revolution in Tunisia.
I think that there were (and still are) a lot of different aspects in how social media helped to pave the path to recent events (the flight of Ben Ali).
At first, I think, social media was a mayor tool to inform people inside and outside Tunisia about what was going on since the 17th of december self-immolation of Mohamed Bouazizi. I don’t think that the national and international spreading of this news could have worked as fast as it did without people speaking out on twitter, facebook or over their blogs.
I’m not quite sure about that, but as I understand, especially twitter also was used to organise demonstrations and to gather people within Tunisian cities.

When Slim Amamou was arrested on the 6th of january, again the first information about him missing was over the location based social media platform foursquare, where he posted his whereabouts (The Ministry of Interiors) so that his friends (and followers) immediately took action and, as he was internationally known, could again be able to put pressure on the national government.

As a conclusion, I’m not saying, that without social media the revolution could have failed, but social media helped a lot to get the news outside Sidi Bouzid and outside Tunisia.

(Just look at #SidiBouzid for the masses of Information or read Blogs!)“

What role did social media play with regards to the revolution in Tunisia?

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Als ich vor einigen Wochen in Guinea war, um ein Projekt zu besuchen, war es bereits da; dieses Gefühl von Ohnmacht, von angespanntem Warten und Hoffen darauf, dass nach den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen nichts schlimmeres passieren wird.

Vorgestern hat nun die Wahlkommission des Landes das Ergebnis verkündet. Gewonnen hat der ehemalige Oppositionsführer Alpha Condé, allerdings mit 52,5 Prozent denkbar knapp (in einer Stichwahl). Die Frage, was jetzt passieren wird ist groß. Der Verlierer und ehemalige Premierminister Cellou Dallein Diallo hat angekündigt die Wahl vor dem Gericht anzufechten und seine Anhänger_innen zur Ruhe aufgerufen; zumindest bis dahin. Die meisten Militärs hingegen scheinen sich glücklicherweise mit der Situation abgefunden zu haben und stehen dem neuen Präsidenten offen gegenüber.

Dennoch kommt es bereit jetzt zu ersten Ausschreitungen, Schießereien zwischen den Anhänger_innen Diallos und den Soldaten, sowie vereinzelten Übergriffen der jeweils einen Fraktion auf die andere. Das Problem ist, dass in diesem Konflikt sich zwei Bevölkerungsgruppen gegenüber stehen, die beide ihren Anteil vom Kuchen abbekommen wollen und der Kuchen scheint groß.

Der Reichtum an Bodenschätzen macht dieses Land arm und zermürbt es. Ausländische Wirtschaftsinteressen fokussieren sich einzig auf die hohen Rohstofvorkommen (v.a. Bauxit), die eigene Wirtschaft wurde bis in die 80er Jahre hinein vollständig errodiert und bis heute hat sich diese nicht wieder aufrichten können. Wer die Macht über die Verteilung der Rohstoffvorkommen und die Verträge mit den ausländischen Firmen hat kann sich schnell bereichern.

Viele hoffen darauf, dass sich mit der neuen demokratischen Regierung alles ändern wird. Jede_r in diesem Land hofft auf den großen Sprung, die Erlösung von allem Übel. Allerdings nur mit dem eigenen Präsidenten an der Spitze, es könnte ja doch etwas schief gehen.

Ob sich etwas ändern wird wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen und es bleibt zu hoffen, dass es zu keinen größeren Ausschreitungen kommt. Die Bevölkerung Guineas muss feststellen, dass sie nur gemeinsam etwas erreichen kann, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Ich hoffe das Land kann den Aufbruch schaffen, ohne dabei in Korruption und Bürgerkrieg zu versinken.

Aktuelle Infos: auf Taz.de

Edit: Ein wirklich interessanter Artikel dazu: IRINnews.com

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